Die liturgische Performance wird nicht öffentlich stattfinden können.

Je näher unsere liturgische Performance „Ruf“ zum Gedenken an die Coronatoten rückt, desto größer wird mein Respekt, vielleicht sogar meine Angst vor der Aktion. Vorgestern hab ich zum ersten Mal gehört, wie laut die ersten Nägel in der Schale klingen, wenn sie im Halbsekunden-Rhythmus fallen. Heute mach ich einen Akkutest für eine Kamera. Nach sechs Stunden wird mir klar, dass jetzt erst Halbzeit ist. Was wird diese Aktion mit Marios Pergialis und mir machen?

Unabhängig davon haben Marios und ich beschlossen, die Performance nicht für Publikumsverkehr zu öffnen. Die Entscheidung ist den aktuellen Inzidenzwerten geschuldet.

Aber auch ohne Publikum wird „Ruf“ stattfinden. Unser Anliegen ist es nämlich in erster Linie, dass wir uns selbst dieser unfassbaren Zahl an verstorbenen Menschen aussetzen wollen.

Wer sich trotzdem für unsere Aktion interessiert, kann uns auch online begleiten. Und es wird uns gut tun, das zu wissen.

Auf der facebook-Seite und dem Instagram-Account von St. Maria als werden wir regelmäßig Einblicke in das Geschehen geben.

Auf youtube ist im Laufe des Karfreitags ein kleiner Film geplant, der Eindrücke der Nacht widerspiegelt.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.