aussetzen/verschenken 4

Wer etwas bekommt, muss etwas geben.
– Gesetz des Marktes –
Wenn also zwei so dasitzen, 
Gedichte und Bilder verschenken, 
dann müssen sie etwas bekommen.
Zwei hartgekochte Eier zum Beispiel. Grün marmoriert.
Oder freien Eintritt im Lindenmuseum, „Fragen Sie einfach nach Frau ####! Dann bezahle ich für Sie!“
„Oder darf ich Ihnen etwas Gutes tun? Einen Kaffee spendieren?“
 
Haben die Leute Schuldgefühle?
Machen sie Schulden?
Heißt sich beschenken lassen schuldig werden?
Heißt schenken, Schuld auf andere laden?
 
Eine sagt: „Gestern habe ich viel verschenkt. Dass ich jetzt von Ihnen etwas bekomme, das ist sozusagen die Antwort!“
 
 
 
 
Es gibt eine ganz einfache Erklärung, was der Heilige Geist ist: Die Gabe Gottes. Er ist das, was Gott schenkt: Mut, Frieden, Weisheit, Vergebung, Leben. Der Geschmack von Whisky-Trüffel nach einem Espresso. Das Gefühl, wenn ein verspannter Muskel locker lässt. Der kurze Moment im Gespräch, wenn beide schweigen und sich verstehen. Der Heilige Geist ist, was Gott gibt. Begabung.
Und der Heilige Geist ist Gott. Weil Gott sich selbst gibt. Gott verschenkt sich. Setzt sich aus. 
Um diesem Gedanken nachzuforschen, haben Birgit Mattausch und ich die Reihe „Aussetzen/Ausgesetzt“ auf Pfingsten hin fortgesetzt. Mit dem Schwerpunkt Aussetzen als Sich-Geben, Sich-Verschenken. Verschenken ist das Gegenteil von Verkaufen. Daher ist der Ort  für unser Aussetzen der Markt.
 
Hier (nach und nach) die ganze Geschichte: aussetzen/sich verschenken.
 

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