aussetzen/verschenken 2

Der Auferstandene wird erkannt an seinen Wunden. Sag ich.
Und am Dienen. Sagt der Freund.
 
Das ist unsres Herrn Vermächtnis.
Er ist aufgefahren in den Himmel.
Wir blieben zurück.
Und machen uns nun auf in die große Stadt.
Der Plan: Wir wollen verschenken, was wir haben. 
Und geben, was wir können und was uns gegeben ist.
Wörter, Bilder, Wünsche.
Aber ich bin keine Mascha Kaléko
Ich kann ja nicht einmal einen Muttertagsreim
Und vielleicht ist all das ohnehin nichts.
Was wir können, rettet keine Welt, heilt keine Seele, macht keinen Frieden. 
 
Und am Dienen. Sagt der Freund. Mit Nachdruck in der Stimme. Eine jede mit der Gabe, die sie empfangen hat.
 
 
Es gibt eine ganz einfache Erklärung, was der Heilige Geist ist: Die Gabe Gottes. Er ist das, was Gott schenkt: Mut, Frieden, Weisheit, Vergebung, Leben. Der Geschmack von Whisky-Trüffel nach einem Espresso. Das Gefühl, wenn ein verspannter Muskel locker lässt. Der kurze Moment im Gespräch, wenn beide schweigen und sich verstehen. Der Heilige Geist ist, was Gott gibt. Begabung.
Und der Heilige Geist ist Gott. Weil Gott sich selbst gibt. Gott verschenkt sich. Setzt sich aus. 
Um diesem Gedanken nachzuforschen, haben Birgit Mattausch und ich die Reihe „Aussetzen/Ausgesetzt“ auf Pfingsten hin fortgesetzt. Mit dem Schwerpunkt Aussetzen als Sich-Geben, Sich-Verschenken. Verschenken ist das Gegenteil von Verkaufen. Daher ist der Ort  für unser Aussetzen der Markt.
 
Hier (nach und nach) die ganze Geschichte: aussetzen/sich verschenken.
 
 

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