aussetzen 4 (unter Menschen)

Mittwoch

 

Aussetzen!

„Wer hat denn die ausgesetzt?“
„Oh Mann, eigentlich ist mir das total unangenehm – hier auf dem Klappstuhl. Die starren mich alle an.“
„Mein Gott, ist das lächerlich. Sich am Bahnhof auf einen Klappstuhl zu setzen, geradeaus zu starren und sich dabei fotografieren zu lassen.“
Ob die überhaupt verstehen, was ich hier tue?“
„Die ist mal mutig! Ich würde mich sowas nie im Leben trauen. Da wird man ja von allen Seiten nur für dumm gehalten oder sogar blöd angemacht.“
„Oh mein Gott. Ob das beklemmende Gefühl irgendwann nachlässt? Sonst packe/klappe ich hier gleich zusammen.“
„Ach du Schreck! Da sind ja zwei von der verrückten Sorte.“
„Zum Glück bin ich nicht allein.“

Wer ist hier wirklich ausgesetzt?
Wer ist wem ausgesetzt?
Das liegt im Auge des Betrachters.
Jesus MUTet nicht nur sich etwas zu, auch MIR. Das ist Leben! Das ist Auferstehung!

(Text: Sophie Zäh)

 

Birgit Mattausch und ich haben uns auf zwei Klappstühle gesetzt. An Orten, wo man es nicht erwartet: Nachts mitten auf einer Wiese. Im Nebel neben einem Trampelpfad. In einer Unterführung. An den Bahngleisen.

Wir haben uns ausgesetzt. Der Kälte. Den Menschen. Den Fragen. Uns gegenseitig und uns selbst.

Einige Gedanken wollen wir euch hier und auf Birgits Blog zusammen mit den Bildern vorstellen. Wir haben dazu die Tage von Palmsonntag bis Ostern gewählt. Die Beiträge der vergangenen Tage sind hier.

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